Medienmitteilung, 5. November 2026

Mehr als ein Schnuppertag: Der Zukunftstag eröffnet neue Perspektiven

Medienmitteilung vom Donnerstag, 5. November 2026


 

Am Donnerstag, 12. November 2026, lädt der Nationale Zukunftstag Kinder und Jugendliche ein, Berufe jenseits vertrauter Rollenbilder zu entdecken. Unternehmen bietet er zugleich die Gelegenheit, mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt zu treten.

Der Nationale Zukunftstag ist mehr als ein gewöhnlicher Berufsschnuppertag: Er öffnet Türen zu neuen Perspektiven. Schüler:innen der 5. bis 7. Klasse erhalten die Möglichkeit, im Rahmen des «Seitenwechsels» eine Bezugsperson in einem geschlechts­untypischen Beruf zu begleiten oder an einem der Spezialprojekte teilzunehmen. So lernen die Jugendlichen Berufsfelder kennen, in denen ihr Geschlecht bislang unterrepräsentiert ist, entdecken eigene Talente und erhalten Einblicke in Arbeitswelten, die sie vielleicht nicht in Betracht gezogen hätten.
Der Zukunftstag erweitert den Berufswahlhorizont der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen und ermutigt sie, ihre spätere Berufs- oder Studienwahl unabhängig von traditionellen Rollenbildern zu treffen. Damit trägt der Zukunftstag massgeblich zur Gleichstellung der Geschlechter bei. Aber auch Unternehmen profitieren: Durch ihr Engagement am Zukunftstag erhalten sie die Möglichkeit, sich als attraktive Arbeitgebende zu präsentieren und frühzeitig Kontakte zu Nachwuchskräften zu knüpfen.

Vielfältige Angebote

Auch dieses Jahr öffnen zahlreiche Betriebe, Unternehmen, Berufsfachschulen und Hochschulen ihre Türen für Kinder und Jugendliche. So können Buben einen Tag lang im Beruf Fachmann Betreuung erleben, wie wichtig Teamarbeit in Alters- und Pflegeheimen ist, oder die Vielfalt der Gesundheitsberufe entdecken. Mädchen haben die Gelegenheit, unterschiedliche Waldberufe zu erleben, im Rahmen des Projekts «Mädchen-Technik-los!» zu lernen, wie Kniegelenke oder GPS-Geräte für Sehbehinderte hergestellt werden, oder in die Welt der Informatikberufe einzutauchen. Letzteres steht ganz oben auf der Agenda des Fördervereins ICT-Scouts in St. Gallen, der dieses Jahr mit dem Spezialprojekt «Mädchen-Informatik-los!» zum ersten Mal am Nationalen Zukunftstag dabei ist.

ICT-Scouts für Mädchen

Inspiriert vom Nachwuchs-Scouting beim Fussball, halten die ICT-Scouts Ausschau nach jungen Menschen mit Talent fürs Digitale. Sie besuchen Schulklassen und laden interessierte Kinder zu Förderprogrammen ein. «Mädchen scheuen noch immer zu oft vor IT-Berufen zurück, weil sie glauben, die seien nichts für sie», erklärt Manuel Marquina, Geschäftsleitungsmitglied von ICT-Scouts.

Digitale Zukunft mitgestalten

Am Nationalen Zukunftstag lernen Mädchen Vertreterinnen unterschiedlicher Berufsfelder, darunter Expertinnen der Cybersecurity und Robotik, kennen. «Sobald sie sehen, wo Frauen überall tätig sind, fühlen sie sich ermutigt.» Angesichts der rasanten Entwicklung der künstlichen Intelligenz sei das wichtiger denn je, so Marquina: «Wir wollen jungen Frauen zeigen, dass die digitale Zukunft auch ihre Zukunft sein kann – und dass sie diese aktiv mitgestalten können.»

Gesucht: Fachmann Apotheke

Akuter Fachkräftemangel herrscht generell im Gesundheitswesen, auch bei Apotheken. Aus diesem Grund hat der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse mit «Choose your Impact» eine Kampagne lanciert, die junge Menschen, vor allem aber junge Männer ansprechen soll. «Noch wählen bloss wenige Buben die Ausbildung zum Fachmann Apotheke», sagt Patricia Reichen, Projektverantwortliche für Nachwuchsförderung bei pharmaSuisse. «Viele Jungs haben ein stereotypes Bild von diesem Beruf und unterschätzen deshalb seine Vielseitigkeit.»

Am Nationalen Zukunftstag warten allein in der Romandie gut fünfzig Apotheken mit Angeboten für junge Männer auf. Dabei wird die ganze Palette des Berufs gezeigt: Wunden versorgen, Blutzucker messen, die Wirkung von Medikamenten erklären, ja, sogar impfen. «Wenn die Jungs erfahren, was sie alles machen können», so Patricia Reichen, «dann beginnen sie sich dafür zu interessieren.»

Zu den Angeboten des Nationalen Zukunftstags

Seit 26 Jahren engagiert sich der Nationale Zukunftstag, ein interkantonales Kooperationsprojekt der Gleichstellungsfachstellen und -kommissionen sowie der Partner:innen aus verschiedenen Kantonen, für eine offene, genderneutrale Berufswahl und Lebensplanung. Er besteht aus einem Grundprogramm und verschiedenen Spezialprojekten. Durchgeführt wird der Nationale Zukunftstag jeweils am zweiten Donnerstag im November.

Die Spezialprojekte werden unterstützt von: AM Suisse, ARTISET, Baukader Schweiz, carrosserie suisse, Codoc, Coiffure Suisse, Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopädenverband (DLV), EVS/ASE ErgotherapeutInnen-Verband Schweiz, florist.ch, Holzbau Schweiz, ICT-Berufsbildung Schweiz, labmed schweiz, netzwerk frau und sia, OdA AgriAliForm, Schweizer Gewerbeverband sgv, Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW, Schweizerischer Apothekerverband pharmaSuisse, Schweizerischer Baumeisterverband SBV, Schweizerischer Drogistenverband, Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein SIA, Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec), scienceindustries, Swico, Swiss Engineering STV, Swissmem, Verband Kinderbetreuung Schweiz kibesuisse.

Der Nationale Zukunftstag ist ein Projekt der Gleichstellungsfachstellen und -kommissionen sowie der Partnerinnen/Partner der Kantone AG, AR, BE, BL, BS, FR, GE, GL, GR, LU, NE, SG, SH, SO, SZ, TI, UR, VD, VS, ZG, ZH, der Städte Bern, Luzern und Zürich sowie des Fürstentums Liechtenstein. Er wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) finanziell unterstützt.

Kontakt und detaillierte Auskünfte zu den Projekten:

www.nationalerzukunftstag.ch,

Isabelle Santamaria
Geschäftsführerin
Telefon 041 710 40 06
i.santamaria@nationalerzukunftstag.ch

Informationen zu den Angeboten in den einzelnen Kantonen erhalten Sie bei den kantonalen Fachstellen/Kommissionen für die Gleichstellung von Frau und Mann:

www.nationalerzukunftstag.ch/kontakt/traegerschaft

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